In The Pas starteten wir die lange Reise zu den Eisbaeren nach Churchill, welches nur per Zug oder Flugzeug zu erreichen ist. Und ja, das Zugfahren war echt ein Abenteuer. Denn das wackelte, ruettelte und schuettelte.... und mit den vielen Stopps, entweder um Gueterzuege passieren zu lassen oder Diesel und Wasser aufzutanken, waren wir uns nicht mehr immer so sicher ob wir wirklich ankommen werden. Aber dann, nach 28h Fahrt kamen wir mit nur 5h Verspaetung endlich an. :-)
Kein Schnee erwartete uns, aber viel Nebel. Werden wir so Eisbaeren sehen? Das Nordlicht?
Am naechsten Morgen sah die Welt total anders aus! Unsere Baerentour startete mit einem genialen Sonnenaufgang, der klaren Sicht stand also nichts mehr im Wege. So sassen wir ganz gespannt im Tundra Buggy. Schneehasen, Schneehuehner, und dann endlich den ersten Eisbaeren! WOW! Die sind wirklich riesig. Und dann die Tatzen: gigantisch! Und trotzdem, wenn man die da so liegen sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass diese Tiere so gefaehrlich sein koennen.
Die Baeren waren hier jeden Herbst extrem(!) geduldig auf das grosse Eis in der Hudson Bay. Dort werden sie sich dann den Winter ueber wieder mit Seehunden die Baeuche vollschlagen. Das war echt ein Bild, wie die Baeren da lagen, den Kopf Richtung Wasser, damit sie das Eis dann ja nicht verpassen, wenn's dann da ist! :-))
In der Nacht erlebten wir dann ein anderes Wunder der Natur. Die Nordlichter. Fuer ueber eine Stunde tanzten die gruenlichen Lichterschwaden am Himmel. Wir standen wie verzaubert da, mit den Koepfen nach oben und offenen "Maeulern". Dieses Phaenomen ist fast unbeschreiblich. Man koennte es fast eine natuerliche Lasershow hoch 10 nennen. ;-)
Kurz noch ein paar Churchill-Facts:
- 24h ist eine Patroulie unterwegs, welche verirrte Eisbaeren wieder aus dem Dorf bugsiert.
- 8 Monate dauert hier der Winter
- im naheglegenen Wapsuk National Park ist die weltweit groesste "Eisbaeren-Kinderstube" zu finden.
- die Churchillaner haben sich der Kaelte angepasst. So sind Schule, Bibliothek, Fitnesscenter, Schwimmbad, Eishockeyhalle, Spital, und Gemeindehaus so miteinander verbunden, das man im kalten Winter nie raus muss.
Unsere Rueckfahrt verlief dann nicht schneller. Diesmal waren wir sogar 51/2 h hinter dem Fahrplan...
Wieder mit unserem Chaeri duesten wir dann weiter suedwaerts, vorbei an trockenen Graslandschaften, ausgetrockneten Salzseen und vielen verlassenen und zerfallenen Farmen in Manitoba und Saskatchewan.
Der naechste Stopp war dan bei den Dinos, oder eher bei deren Skeletten im Dinosaur Provincial Park. Wow, das war eine total andere Landschaft zum Bestaunen! Genial. Am Besten: look at the pictures!
Dank dem Chinook, dem west-kanadischen Foehn, entschieden wir uns, dort nochmals zu zelten. Mit Kojotengehuel, grasenden Hirschen, Hasen und einem gemuetlichen BBQ.
Nun sind wir wieder in Canmore, am Rande der Rocky Mountains, nochmals zu Besuch bei Monique. Diesmal ist sogar ihr Dad, Grossonkel Wisu noch hier. Ein kleines Familientreffen, das wir gestern mit einem sagenhaft gutem Turkey-Z'nacht feierten.
Jetzt gehts dann aber weiter nach Calgary, von wo aus wir am Sonntag nach Toronto fliegen, bevors dann in einer Woche heisst: Goodbye Canada, hola Peru.
Reiseziele
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Suedsee /Thailand
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