In Copacabana mussten wir uns schnell umgewoehnen. Hier bezahlt man ja noch weniger, als noch in Peru! Ein Zimmer fuer uns zwei kostetknappe 6-7 Franken. Essen koennen wir fuer 15 - 20 Franken, fuer 4 Personen!
Unser erster Ausflug im neuen Reiseland fuehrte uns auf die Isla del Sol, etwa 1 1/2 Stunden Bootsfahrt von Copacabana entfernt: Eine sehr schoene, urtuemliche Insel mit abwechslungsreichen Landschaften. Fruchtbare Huegel, kleine Baeche, Mini-Eukalyptuswaelder, schoene Doerfchen, felsiger Norden. Dies alles entdeckten wir waehrend unserer 3 stuendigen Wanderung vom Sueden ins noerdlichste Dorf.
Dabei haben wir mindestens zwei 4000er bestiegen! ;-) (Der Wasserspiegel liegt auf ca. 3800 Metern.) Trotzdem, die Hoehe ist spuerbar und aufwaerts gehts nur in gemuetlichem Tempo: SCHNAUF!
Auf der ganzen Insel wird alles nur per Boot oder zu Fuss transportiert. So waren neben uns viele, hauptsaechlich Frauen unterwegs mit ihren umgebundenen Rucksacktuechern.
Cha'llapampo, unser Ziel, war sehr eindruecklich zu durchlaufen. Die Hauptstrasse, natuerlich nur Naturweg, lag genau zwischen Dorf und Seeufer. Da tummelten sich Schweine, Esel oder auch Familien, die ihre Vaeter zueruck vom Fischen in Empfang nahmen.
Am 2. Tag fuehrte uns ein anderer Weg zurueck zum suedlichen Teil der Insel. Hier konnten wir auch einen weiteren 4000er, den Gipfel Santa Barbara, besteigen und die herrliche Aussicht auf den Titicacasee und Copacabana geniessen.
Danach fuhren wir weiter nach La Paz, der hoechsten Hauptstadt der Welt. Zwischendurch mussten wir mal aus unserem Bus aussteigen, da dieser, samt Gepaeck, und die Passagiere auf separate Faehren mussten. Zum Gleuck hatten wir davon schon gehoert und waren auf dieses Abenteuer vorbereitet.
Nach gut 3 Stunden Fahrt konnten wir den ersten Blick auf La Paz werfen: eine atemraubende Grosstadt, die einen riesigen Talkessel fuellt.
Die Strassen der Stadt scheinen hier total gesaeumt mit Marktsaenden: Eisenwaren, Stoffe, Naehzubehoere, Esswaren, Musik, Elektrogeraete,... alles kann man auf der Strasse kaufen!
Fuer Weihnachten, wollten wir in die Waerme und in die Dschungelregion. Um nicht auf unbestimmte Zeit im Bus sitzten zu muessen, haben wir uns einen Flug nach Rurrenabaque (ca.280 M.u.M) geleistet. Nach 4 Stunden warten konnten wir endlich losfliegen, denn in "Rurre" hats aufgehoert zu Regnen, und die Graslandebahn war ready.
Wir tauchten in eine komplett andere Welt ein: feucht-heisses Klima, einfache und luftige Huetten und tropische Landschaft.
Von hier aus starteten wir dann ins 3-taegige Dschungelabenteuer. Unzaehlige Pflanzen, von denen fast alle einen medizinischen Nutzen zu haben scheinen, viele verschiedene Insekten (bunte Schmetterlinge, Papageien, Spinnen, Kaefer... und natuerlich Moskitos) gabs zu sehen, letztere auch zu spueren.
Wir besuchten auch ein Dschungeldorf und sind beeindruckt, mit wie wenig die auskommen und leben.
Nach einer Nacht "Zwischenstop" in Rurre gingen wir gleich fuer weitere drei Tage weiter in die Pampa. Dort bekamen wir dann die groesseren Tiere eher zu Gesicht: Affen, Voegel, Caimane und Alligatoren, Wasserschildkroeten, rosa Delfine, sowie Schlangen und natuerlich weitere Moskitos...
Eigentlich hatten wir im Dschungel schon das Gefuehl, es sei extem heiss. Da wurden wir in der Pampa eines anderen gelehrt. Nicht mal in der Nacht kuehlte es einigermassen ab.
Unsere Weihnachten haben wir sehr international gefeiert. Es hat sich ergeben, dass die ganze Pampagruppe gestern Abend miteinander essen ging, und so kamen beim Essen und drauffolgenden Feiern Einfluesse und Eindruecke aus Canada, Australien, Deutschland, der Schweiz und natuerlich Bolivien zusammen.
Heute morgen haetten wir unseren Flug zuruck nach La Paz gehabt. Da der Funkturm defekt ist und es heute morgen aus Kuebeln geschuettet hat (keine Angst, es ist noch immer fast 30 Grad), war nicht dran zu denken. So geniessen wir heute einen ganz gemuetlichen Weihnachtstag und hoffen, dass morgen dann der Flug stattfindet.
Ganz lieben Dank fuer all eure Weihnachtswuensche und guten Gedanken. Es war fuer uns das schoenste Weihnachtsgeschenk, zu spueren, dass auch ihr an uns denkt.
Uebrigens, den wollen wir euch nicht vorenthalten. Unser Dschungelguide hatte nen guten Spruch drauf, der irgendwie gut in diese Gegend passt:
Todo es possible, pero nada es seguro. (Alles ist moeglich, aber nichts ist sicher)
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