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Freitag, 1. Februar 2008

Weitere Wunder der Natur

In El Calafate, dem suedlichsten Punkt unserer Reise durch Suedamerika, bestaunten wir den Perito Moreno Gletscher. Der ist einfach riesig, und wie man sagt waechst der taeglich in seinem Innern weitere 2 Meter! Es war einfach gigantisch, die verschiedenen Blaufaerbungen des Eises zu beobachten, das Knacken des Eises zu beolauschen und dann von Zeit zu Zeit zu sehen, wie ein Eisblock in den See faellt.

4 Busstunden weiter, verbrachten wir fast eine Woche in El Chaltén. Das Dorf ist erst 22-jaehrig und steht als einziger Ort innerhalb der Grenzen des Parque Nacional de los Glaciares, Argentiniens groesstem Nationalpark. Und, da wird alles gemacht, um den Kletter- und Wanderfreaks noch mehr bieten zu koennen. Es wird gebaut wie verrueckt. Strassen, Hotels...

Aber ringsherum liegt ein Paradies. Die Wanderungen, die wir unternommen haben, haben uns immer wieder zum Staunen gebracht, und immer wieder musste man einfach den Blick geniessen. Auf unserer Dreitagestour zum Beispiel, wanderten wir durch lichte Waelder, Wiesen, Moore, trafen zwischendurch mal wieder auf einen Feldhasen, marschierten an Gletscherseen vorbei und immer mit Sicht auf Gletscher und Berge. Am ersten Tag war dies der Cerro Torre und seine Kumpanen, an den anderen beiden Tagen der Cerro Fitz Roy und Konsorte.
Jeweils am Mittag waren wir im Camp angelangt, stellten unser Zelt auf und konnten dann noch ein Stueck weiterwandern, um die besagten Berge noch naeher sehen zu koennen. Bis sich der Torre dann aber endlich mal ohne Wolke zeigte war unsere Geduld sehr gefragt. Um 7 Uhr abends war er dann endlich so guetig.... Und, das war dann auch der einzige wirklich wolkige Tag gewesen.

Die Sommertage hier unten sind etwas sehr schoenes, denn so um 23.30 ist es dann mal einigermassen dunkel. Und so versteht man sehr gut, warum die Argentinier meist erst nach 22.00 Uhr ans Znachtessen denken.
Damit der Hunger bis dahin aber nicht allzugross wird, gibt's hier die "Matezeit". Zwischen 5 und 6 Uhr, sieht man ueberall Thermoskruege, die hervorgezauebert werden und dann wird Mate, eine Auslaendern eher weniger mundende Kraeuterteemischung, getrunken und Galletas gegessen (Krackers oder Guetzli). Aber nicht dass man dann fuer alle eine Tasse hat. Nein, die wird herumgegeben und aus einem "Roehrli" mit unten angehaengtem Filter getrunken. Ein sehr lustiges Spektakel, denn alle paar Schlueckchen muss neues Wasser aufgefuellt werden, da die Tasse bis 2/3 mit der Teemischung gefuellt ist.

Ihr werdet momentan wahrscheinlich eher anderes als Tee trinken..... mer woensched allne Fasnaechtler e ruedigi Fasnacht, ond allne andere, tolli Teag im Schnee!