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Mittwoch, 23. April 2008

Von Perth nach Broome

Unglaublich wie die Zeit laeuft. Jetzt sind wir auch schon bald drei Wochen im Aussie-Land!
Gestartet sind wir in Perth, wo wir Schulers Gastfreundschaft geniessen konnten, von den Kids auf Trab gehalten wurden und die Umgebung auskundschafteten.
Perth, die moderne Hauptstadt Westaustraliens; Freemantle, mit den vielen unglaublich schoenen Gebaeuden aus den Jahren 1850/1900; Rottnest Island, eine Perth vorgelagerte Insel, die hauptsaechich zu Fuss oder, wie wir das taten, mit dem Velo ausgekundschaftet werden kann. Dort trafen wir auf wunderschoene Straende, sahen Delfine vorbeischwimmen und vergassen beim Beobachten der Quokkas (kleinste Kaenguruh-Art) die Zeit.

Und dann gings los Richtung Norden, mit unserem Wicked-Camper.
Erstes Ziel war die Pinnacles Desert. Eine Sandwueste, vollgespickt mit gegen 3 Meter hohen Felssplittern.
Anderntags starteten wir mit einem Besuch im einzigen selbstaendigen Staat innerhalb Australiens. In der Hutt River Province wurden wir persoenlich von Prinz Leonard begruesst und genossen eine Fuehrung durch sein kleines Reich, er praesentierte uns die Waehrung und die neueste Briefmarkenkollektion. Natuerlich bekamen wir hier auch einen Ein- und Ausreisestempel verpasst. Die Hutt River Province zaehlt ganze 30 feste Einwohner. Die Staatsangehoerigkeit kann aber fuer nicht allzuviel Geld erkauft werden. Daher gibt es weltweit viel mehr Hutt-River-Provincler, als man denkt...
Im Kalbarri Nationalpark bekamen wir zum ersten Mal die gegen Norden immer heisseren Temperaturen zu spueren. (40 Grad +?)
Nichtsdestotrotz versuchten wir standzuhalten und bestaunten die knallroten Felsen an der Kueste und in der grossen Schlucht.
In der Shark Bay konnten wir von einer Klippe her Haie und Teufelsrochen beobachten. Als eine der Rochen sogar noch begann Luftspruenge zu machen,..........ein geniales Bild! Hier in der Naehe hatten wir ein weiteres Mal die Moeglichkeit, Delfine zu sehen. Die kamen wirklich fast ans Ufer. Toll, diese immer laechelnden Tiere mal so genau studieren zu koennen!
Dann kamen wir nach Exmouth, ans Ningaloo Reef. Mit den schoenen Straenden, dem warmen Wasser und den farbigen Fischen kam fast Fiji-Feeling auf. Nur die schattenspendenden Palmen fehlten noch.
Fertig Meer, weiter gings Richtung Tom Price. Hier in der Gegend wird sehr viel Eisenerz abgebaut; ein wichtiges Exportgut fuer Australien. Dies war auch unser Ausgangspunkt fuer den Karijini Nationalpark. Zwei Tage kuehle Schluchten und deren Pools und Gesteine erforschen machten Spass.
In Port Headland sahen wir den zweiten wichtigen Teil der Tom Price/Eisenerz-Geschichte: die extrem langen Zuege (bis 4 km lang), die das Eisenerz transportieren, und die riesigen Frachtschiffe (bis 300 m lang und mit bis zu 220 000 t beladen!), die halt immer wieder ein Staunen hervorrufen.
An der 80 Mile Beach konnten wir uns leider nicht abkuehlen. Unglaublich, wir mussten sicher fast 1 Kilometer marschieren, bis wir bei Ebbe endlich beim Wasser waren. So flach ist dieser Strand.
In Broome bekamen wir ein bisschen die Geschichte des Tropenstaedtchens zu spueren. Die Asier, die hier sehr wichtig waren und zu den ersten Perlentauchern hier gehoerten, haben an Hauesern und mit vielen kleinen Nuancen ihre Spuren hinterlassen.
Hier konnten wir auch wunderschoene Sonnenuntergaenge geniessen. Einmal sogar so richtig Touri-kitschig auf einem Kamelruecken.......

Echsen, Emus, Kakadus, Papageien uns Wellensittiche koenne wir hier zu Hauf in freier Natur sehen oder hoeren. :-) Nur, die Kaenguruhs haben sich bis jetzt eher spaerlich gezeigt. Aber, da haben wir ja noch ein bisschen Zeit.
Die Fliegenschwaerme, die uns einige Tage ziemlich plagten scheinen vorbei zu sein. Dafuer kaempfen wir nun abends mit Muecken und wenig Abkuehlung.
Dies, die kleinen Wermutstropfen, so nebenbei....