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Freitag, 26. Oktober 2007

...von Eisbaeren und Dinosauriern.....

In The Pas starteten wir die lange Reise zu den Eisbaeren nach Churchill, welches nur per Zug oder Flugzeug zu erreichen ist. Und ja, das Zugfahren war echt ein Abenteuer. Denn das wackelte, ruettelte und schuettelte.... und mit den vielen Stopps, entweder um Gueterzuege passieren zu lassen oder Diesel und Wasser aufzutanken, waren wir uns nicht mehr immer so sicher ob wir wirklich ankommen werden. Aber dann, nach 28h Fahrt kamen wir mit nur 5h Verspaetung endlich an. :-)
Kein Schnee erwartete uns, aber viel Nebel. Werden wir so Eisbaeren sehen? Das Nordlicht?

Am naechsten Morgen sah die Welt total anders aus! Unsere Baerentour startete mit einem genialen Sonnenaufgang, der klaren Sicht stand also nichts mehr im Wege. So sassen wir ganz gespannt im Tundra Buggy. Schneehasen, Schneehuehner, und dann endlich den ersten Eisbaeren! WOW! Die sind wirklich riesig. Und dann die Tatzen: gigantisch! Und trotzdem, wenn man die da so liegen sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass diese Tiere so gefaehrlich sein koennen.
Die Baeren waren hier jeden Herbst extrem(!) geduldig auf das grosse Eis in der Hudson Bay. Dort werden sie sich dann den Winter ueber wieder mit Seehunden die Baeuche vollschlagen. Das war echt ein Bild, wie die Baeren da lagen, den Kopf Richtung Wasser, damit sie das Eis dann ja nicht verpassen, wenn's dann da ist! :-))

In der Nacht erlebten wir dann ein anderes Wunder der Natur. Die Nordlichter. Fuer ueber eine Stunde tanzten die gruenlichen Lichterschwaden am Himmel. Wir standen wie verzaubert da, mit den Koepfen nach oben und offenen "Maeulern". Dieses Phaenomen ist fast unbeschreiblich. Man koennte es fast eine natuerliche Lasershow hoch 10 nennen. ;-)

Kurz noch ein paar Churchill-Facts:
- 24h ist eine Patroulie unterwegs, welche verirrte Eisbaeren wieder aus dem Dorf bugsiert.
- 8 Monate dauert hier der Winter
- im naheglegenen Wapsuk National Park ist die weltweit groesste "Eisbaeren-Kinderstube" zu finden.
- die Churchillaner haben sich der Kaelte angepasst. So sind Schule, Bibliothek, Fitnesscenter, Schwimmbad, Eishockeyhalle, Spital, und Gemeindehaus so miteinander verbunden, das man im kalten Winter nie raus muss.

Unsere Rueckfahrt verlief dann nicht schneller. Diesmal waren wir sogar 51/2 h hinter dem Fahrplan...

Wieder mit unserem Chaeri duesten wir dann weiter suedwaerts, vorbei an trockenen Graslandschaften, ausgetrockneten Salzseen und vielen verlassenen und zerfallenen Farmen in Manitoba und Saskatchewan.

Der naechste Stopp war dan bei den Dinos, oder eher bei deren Skeletten im Dinosaur Provincial Park. Wow, das war eine total andere Landschaft zum Bestaunen! Genial. Am Besten: look at the pictures!
Dank dem Chinook, dem west-kanadischen Foehn, entschieden wir uns, dort nochmals zu zelten. Mit Kojotengehuel, grasenden Hirschen, Hasen und einem gemuetlichen BBQ.

Nun sind wir wieder in Canmore, am Rande der Rocky Mountains, nochmals zu Besuch bei Monique. Diesmal ist sogar ihr Dad, Grossonkel Wisu noch hier. Ein kleines Familientreffen, das wir gestern mit einem sagenhaft gutem Turkey-Z'nacht feierten.
Jetzt gehts dann aber weiter nach Calgary, von wo aus wir am Sonntag nach Toronto fliegen, bevors dann in einer Woche heisst: Goodbye Canada, hola Peru.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Alberta part 2, durch Saskatchewan nach Manitoba

...ja, und die West Edmonton Mall war da auch noch. . Echt riesig und eigentlich verrueckt. Da kann gebadet, eingekauft, Schlittschuh gelaufen, gegessen und gestaunt werden. Natuerlich konnte Dani es nicht lassen, sich in den Adrenalinrausch der Loopingbahn des Funparkes versetzen zu lassen....

Nach Emonton hiess unser naechstes Ziel Rimbey, der Ort, wo Michael auf der Farm arbeitete. Auch wir durften uns dort fuer 2 Tage 'daheim' nennen und haben von dort aus dann auch unser 'Chaerali' abgegeben. Die restliche Knadazeit ziehen wir naemlich zu dritt und mit Michaels Auto weiter.
Durchs flache und trockene Alberta, weiter duchs noch flachere, weitere und sehr seenreiche Saskatchewan stoppten wir in Saskatoon, um uns weiterzubilden. ;-)
Im Western Development Museum erfuhren wir viel ueber die Siedler um 1900 herum, ihre Hoffnungen, Aengste und ihr hartes Leben. Genauso spannend aber aergerlich war zu lesen, wie es den First Nations, den Indianern zur selben Zeit erging.
Ja, und da hier alles anders als zu Hause laeuft, durften wir dort auch schon durch den Weihnachtsmarkt schlendern.....

Weiter gings dann Richtung Norden, nach The Pas in Manitoba. Unterwegs genossen wir einmal mehr viele Waelder, Seen und die unendliche Weite bis zum Horizont, und konnten riesige Fabriken bestaunen, die, wie sich herausstellte Minen waren. Oft Goldminen....

Dienstag, 9. Oktober 2007

Herbstliches Wild Rose Country: Alberta part 1

Achtung: dies ist der 2. Eintrag von heute. Um unsere Reise in der richtigen Reihenfolge mitzuerleben, lies zuerst British Columbia.


Die Landschaft hat sich extrem veraendert. Es ist flach, und man sieht schon von weitem, wo dann der schoene Sonnenschein auf einem wartet. Zwischendurch sehen wir ein paar Pferde auf einer Koppel, oder hunderte Rundballen auf einem Stoppelfeld und nicht wenige Herren tragen einen Cowboy-Hut. Dies sind so unsere ersten Eindruecke. Und vor allem scheint hier momentan die Sonne, so dass wir uns von den winterlichen Rockies wieder aufwaermen koennen.

Gestern genossen wir im Elk Island National Park einen genialen Tag. Stellt euch vor: strahlendblauer Himmel, trockenes Gras, Birkenwaelder (mit dem Laub schon am Boden), versteckte Seen, und immer mal wieder eine Bisonherde.
Als wir unsere Wanderung begannen waren wir ziemlich auf der Hut, denn man sagte uns, hier koenne man sehr gut auch Moose antreffen. Leider wurden wir ein weiteres Mal enttaeuscht. :-(

Heute das selbe Himmelszenario, aber in der extrem ruhigen Stadt Edmonton. Man merkte, dass viele Kanadier noch ihr langes Weekend in der Wildnis genossen. (eben in Jasper oder so)
Morgen werden wir dann "Window"shoppen gehen, im groessten Einkaufszentrum Kanadas. 800 Shops, ueber 100 Restaurants, ein riesiger Indoorpark und das groesste Indoor Wellenpool der Welt sollen dort auf uns warten. Uff, mal schauen, wie fit wir nach dem Besuch dieses sogenannten "achten Weltwunders" noch sind.

Im Zick-zack durch beautiful British Columbia

Ja, seit dem letzten Eintrag sind doch ein paar Tage verstrichen. Nicht, dass wir keine Zeit gehabt haetten, aber genau dann, hatten wir keinen Computer zur Verfuegung.........

Zwischen Vancouver und den Rocky Mountains genossen wir schoene Tage, mit Fahrten und Wanderungen durch verschiedenste Landschaften. Das heisst, von bewaldeten Taelern, ueber steppige Gebirgslandschaften (mit verschlafenen Goldgraeber-Staedtchen) ueber Seenplateaus bis zu einem der noerdlichsten Wuestengebieten. Ja, und bis wir in die kalten Rockies kamen, waren wir auch ganz fleissig am Zelten. Es geht nichts ueber die richtige Ausruestung :-).

Wildlife gabs auch einiges zu entdecken. Wir haben weitere Baeren gesehen, einen Wolf, und viele Elks. (Leider aber noch kein Moose, die sind wir noch verbissen am Suchen!) Mit Monique (naehers spaeter) waren wir auch auf einer privaten "Elk bugling Tour". Das heisst, wir haben gehoert, wie die Elkbullen ihre Frauen bezirzen.
Natuerlich haben wir uns die Lachswanderung nicht durch die Latten gehen lassen. Leider ist kein Hauptwanderungsjahr, aber trotzdem, spannend wars den Kampf gegen den Strom zu beobachten.

Im Okanagan Valley, der Wuestenlandschaft, kamen wir gerade zur richtigen Zeit fuer das Weinfestival an. Da mussten wir natuerlich testen und ein Weingut bestaunen. Dank dem, dass die Tourticket-Verkaeuferin eine vor 50 Jahren ausgewanderte Schweizerin war, wurden wir von ihr sogar zur Tour eingeladen. So happy war sie, dass sie ihr Schweizerdeutsch wieder mal brauchen durfte.;-)
Weiter konnten wir riesige Waldbrandflaechen, die groesstenteils von 2003 stammen bestaunen. Kilometerweise und Huegel fuer Huegel praesentierten sich kahl voller "Zuendhoelzli".
Naeher bei den Rockies, kamen wir dann auch in den Genuss heisser Quellen. Ganz speziell waren diejenigen, auf die wir ganz zufaellig gestossen sind, in wilder Natur. Nach einem 15 minuetigen Marsch konnten wir neben einem Flussbett das heisse Wasser und Natur pur geniessen.
Kaslo, Kanada's Luzern, lag auch auf unserem Weg. Das mussten wir begutachten: See, Berge und Dampfschiff am Ufer, ok, aber KKL, Kapellbruecke und Verkehrshaus konnten wir beim besten Willen nicht finden. ;-)
Ja, und dann wurde es regenreich. So, dass wir den Glacier und den Yoho National Park bei Schnee durchfuhren, und nicht mehr viel zum Wandern moeglich war.
Aber, dann trafen wir Monique, Renate's Mum's Cousine, und sie konnte uns dann im Banff National Park einiges praesentieren, das auch bei Schnee toll war. Sie konnte uns dreien (Michael war fuer diesen Besuch auch von "seiner" Farm auf der er momentan arbeitet hergereist) viele spannende Geschichten ueber den Alltag und die Tierabenteuer im Park erzaehlen. (Sie arbeitet fuer den NP)
Nach Jasper fuhren wir dann wieder zu zweit weiter, und da das Thanksgiving-Weekend bevorstand, wurde dieser Aufenthalt kuerzer als geplant. Ganz Kanada unterwegs = keine Unterkunft mehr fuer uns. Und Zelten um den Gefriefpunkt herum war dann schon nicht ganz unsere Idee. So fuhren wir dann schon mal weiter nach Alberta. Dazu mehr im naechsten Blog.