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Donnerstag, 27. Dezember 2007

SIE SIND ENDLICH DA...

....jedenfalls ein Teil unserer "neueren" Fotos!

Gestern sind wir dann doch noch aus Rurrenabaque weggekommen. Nach 5 Stunden warten sassen wir jedenfalls startklar im Flugzeug. Nur, die Batterien waren alle. Nach weiteren anderthalb Stunden schafften wirs dann, und kamen nach einem halbstuendigen Flug wohlbehalten im wieder merklich kuehleren La Paz an. So, jetzt aber ran an die Fotos!

Dienstag, 25. Dezember 2007

In Copacabana mussten wir uns schnell umgewoehnen. Hier bezahlt man ja noch weniger, als noch in Peru! Ein Zimmer fuer uns zwei kostetknappe 6-7 Franken. Essen koennen wir fuer 15 - 20 Franken, fuer 4 Personen!

Unser erster Ausflug im neuen Reiseland fuehrte uns auf die Isla del Sol, etwa 1 1/2 Stunden Bootsfahrt von Copacabana entfernt: Eine sehr schoene, urtuemliche Insel mit abwechslungsreichen Landschaften. Fruchtbare Huegel, kleine Baeche, Mini-Eukalyptuswaelder, schoene Doerfchen, felsiger Norden. Dies alles entdeckten wir waehrend unserer 3 stuendigen Wanderung vom Sueden ins noerdlichste Dorf.
Dabei haben wir mindestens zwei 4000er bestiegen! ;-) (Der Wasserspiegel liegt auf ca. 3800 Metern.) Trotzdem, die Hoehe ist spuerbar und aufwaerts gehts nur in gemuetlichem Tempo: SCHNAUF!
Auf der ganzen Insel wird alles nur per Boot oder zu Fuss transportiert. So waren neben uns viele, hauptsaechlich Frauen unterwegs mit ihren umgebundenen Rucksacktuechern.
Cha'llapampo, unser Ziel, war sehr eindruecklich zu durchlaufen. Die Hauptstrasse, natuerlich nur Naturweg, lag genau zwischen Dorf und Seeufer. Da tummelten sich Schweine, Esel oder auch Familien, die ihre Vaeter zueruck vom Fischen in Empfang nahmen.

Am 2. Tag fuehrte uns ein anderer Weg zurueck zum suedlichen Teil der Insel. Hier konnten wir auch einen weiteren 4000er, den Gipfel Santa Barbara, besteigen und die herrliche Aussicht auf den Titicacasee und Copacabana geniessen.

Danach fuhren wir weiter nach La Paz, der hoechsten Hauptstadt der Welt. Zwischendurch mussten wir mal aus unserem Bus aussteigen, da dieser, samt Gepaeck, und die Passagiere auf separate Faehren mussten. Zum Gleuck hatten wir davon schon gehoert und waren auf dieses Abenteuer vorbereitet.
Nach gut 3 Stunden Fahrt konnten wir den ersten Blick auf La Paz werfen: eine atemraubende Grosstadt, die einen riesigen Talkessel fuellt.
Die Strassen der Stadt scheinen hier total gesaeumt mit Marktsaenden: Eisenwaren, Stoffe, Naehzubehoere, Esswaren, Musik, Elektrogeraete,... alles kann man auf der Strasse kaufen!

Fuer Weihnachten, wollten wir in die Waerme und in die Dschungelregion. Um nicht auf unbestimmte Zeit im Bus sitzten zu muessen, haben wir uns einen Flug nach Rurrenabaque (ca.280 M.u.M) geleistet. Nach 4 Stunden warten konnten wir endlich losfliegen, denn in "Rurre" hats aufgehoert zu Regnen, und die Graslandebahn war ready.
Wir tauchten in eine komplett andere Welt ein: feucht-heisses Klima, einfache und luftige Huetten und tropische Landschaft.
Von hier aus starteten wir dann ins 3-taegige Dschungelabenteuer. Unzaehlige Pflanzen, von denen fast alle einen medizinischen Nutzen zu haben scheinen, viele verschiedene Insekten (bunte Schmetterlinge, Papageien, Spinnen, Kaefer... und natuerlich Moskitos) gabs zu sehen, letztere auch zu spueren.
Wir besuchten auch ein Dschungeldorf und sind beeindruckt, mit wie wenig die auskommen und leben.
Nach einer Nacht "Zwischenstop" in Rurre gingen wir gleich fuer weitere drei Tage weiter in die Pampa. Dort bekamen wir dann die groesseren Tiere eher zu Gesicht: Affen, Voegel, Caimane und Alligatoren, Wasserschildkroeten, rosa Delfine, sowie Schlangen und natuerlich weitere Moskitos...
Eigentlich hatten wir im Dschungel schon das Gefuehl, es sei extem heiss. Da wurden wir in der Pampa eines anderen gelehrt. Nicht mal in der Nacht kuehlte es einigermassen ab.

Unsere Weihnachten haben wir sehr international gefeiert. Es hat sich ergeben, dass die ganze Pampagruppe gestern Abend miteinander essen ging, und so kamen beim Essen und drauffolgenden Feiern Einfluesse und Eindruecke aus Canada, Australien, Deutschland, der Schweiz und natuerlich Bolivien zusammen.

Heute morgen haetten wir unseren Flug zuruck nach La Paz gehabt. Da der Funkturm defekt ist und es heute morgen aus Kuebeln geschuettet hat (keine Angst, es ist noch immer fast 30 Grad), war nicht dran zu denken. So geniessen wir heute einen ganz gemuetlichen Weihnachtstag und hoffen, dass morgen dann der Flug stattfindet.

Ganz lieben Dank fuer all eure Weihnachtswuensche und guten Gedanken. Es war fuer uns das schoenste Weihnachtsgeschenk, zu spueren, dass auch ihr an uns denkt.

Uebrigens, den wollen wir euch nicht vorenthalten. Unser Dschungelguide hatte nen guten Spruch drauf, der irgendwie gut in diese Gegend passt:
Todo es possible, pero nada es seguro. (Alles ist moeglich, aber nichts ist sicher)

Freitag, 14. Dezember 2007

Die Peruettappe

(Fotos folgen sobald wir einen schnelleren Computer gefunden haben)

Unsere "Tour de Peru" startete mit einer langen Busfahrt von Cusco nach Nasca. Wow, das ging fast wie auf dem Flughafen zu und her. Wir wurden sogar gefilmt beim Einsteigen und dann noch im Bus. Nur, das Taschenmesser im Handgepaeck schien kein Aufsehen zu erregen.
Nach einer langen, kurvigen Nacht konnten wir dann endlich am Morgen sehen, wo Nasca liegt. 3000 Meter tiefer. Also gings fuer 2 Stunden nur runter und natuerlich auch hier mit unzaehligen Kurven.
In Nasca stiegen wir direkt in einen weiteren Bus um, und fuhren 3 h weiter, nach Pisco. Pisco, die Stadt in der das Epizentrum des Erdbebens im Spaetsommer war, war nur unser Ziel, da wir eine bestimmte Insel besuchen wollten.
Wir hatten Glueck, und gleich das erste Hotel das wir ausgesucht hatten stand noch. Ansonsten kann man sagen, dass Pisco einer einzigen, riesigen Baustelle gleicht, sehr staubig ist, und viele Menschen nun in Zelten oder Baracken wohnen. Auch das Spital ist momentan in Zelten untergebracht, etwa 2/3 davon stehen gar nicht mehr, der Rest ist eher unsicher zum Bewohnen.
Wir waren extrem beeindruckt, wie die Leute hier gemeinsam anpacken, und Abends sogar noch genuegend Energie zum Festen hatten!

Die Islas Ballestas waren wirklich toll, und somit hat sich dieser Abstecher sehr gelohnt. Kaum hatte unser Boot abgelegt konnten wir schon etwa 7-8 Delfine beobachten, die sich um ein Fischerboot herumtummelten.
Auf dem Weg und bei der Insel bekamen wir dann unzaehlige Humboltpinguine, Pelikane, Kormorane und Seehunde zu Gesicht. Echt schoen!
(Leider fehlen uns hier Fotos....... unsere Kamera wollte mit jemand anderem auf Reisen gehen.)
Nach diesem Abenteur nahmen wir gleich wieder einen Bus zurueck nach Nasca, wo wir uns die Nasca Lines ansehen wollten. Am anderen Morgen durften wir dann die mysterioesen Figuren aus der Luft betrachten. Man kann die fast mit Kornkreisen vergleichen. Auch hier weiss niemand so genau woher die kommen: ob von den Inkas oder Ausserirdischen.

Das naechste Ziel Arequipa (zweitgroesste Stadt Perus) erreichten wir dann wieder an einem fruehen Morgen, nach einer weiteren Busfahrt.
Eine genial schoene Stadt, ganz weiss, mit vielen schoenen, aber versteckten Innenhoefen, sowie sehr wenigen Strassenhaendlern. Wir besuchten auch ein ganz spezielles altes Kloster. Es kam uns wie ein kleines Staedtchen in der grossen Stadt vor.
Hier trafen wir uns mit Heidi und Ursin, unseren ehemaligen Schulgschpaenlis, organisierten unsere Tour fuers Weekend, fuer welche dann auch Beni noch dazustiess und hatten endlich die Gelegenheit, uns wieder eine Kamera zu beschaffen!

Am Samstagmorgen gings dann los, in den Colca Canyon.
  • unser Bus faehrt ueber eine Hochebene, auf 4800 Metern ueber Meer
  • alle Doerfer im Canyon sind nur zu Fuss oder auf dem Muli zu erreichen
  • zweittiefster Canyon der Welt
  • Condors flogen ueber unsere Koepfe, man hatte fast das Gefuehl sie beruehren zu koennen
  • zum ersten Mal Kaktusfeigen gegessen, mmmmmh
  • im Tal durften wir auch die Krankenstation besuchen. So ab von Welt, aber man versucht das Moeglichste.
  • Mittagspause in einer echten Oase! Natuerlich mit Abkuehlung im frischen Nass.
  • 1200 Meter Hoehendifferenz um wieder nach oben, aus dem Cayon zu kommen
Weiter gings danach nach Puno, wo wir gestern die Islas Uros besuchten. Dies sind Inseln, die im Titicacasee schwimmen. Alles ist auf diesen Inseln aus Schilf geflochten: Haeuser, Baenke, Boote, Aussichtstuerme... ABER, wir mussten auch erkennen, das das fast nur noch zur Touristenattraktion dient. Im Versteckten, sahen wir naemlich die Blechhuetten in denen sie heute wohnen..... Tja. Interessant wars trotzdem.
Nachmittags besuchten wir einen alten Grabhuegel, auf dem das Volk der Colla frueher die Hoeheren begraben, oder besser eingeturmt hat. Dies war sehr interessant und aussichtsmaessig der absolute Genuss.

...... und heute sind wir bereits in Bolivien angekommen: Copacabana, Titicacasee.......

Montag, 3. Dezember 2007

Zurueck aus dem "Klassenlager" ;-)

Ja, so konnte man unsere letzte Woche fast nennen. Unsere Schule hat zirka eine Stunde von Cusco, in Taray, eine Aussenschule. So durften wir letzte Woche zusammen mit 14 anderen Studenten und 4 Lehrpersonen das Landleben und die peruanische Landluft geniessen, und natuerlich weiterbueffeln.

Lagermaessig war auch die Zimmeraufteilung. Schoen aufgeteilt nach Geschlecht. ;-) Aber, jedes Zimmer hatte ein eigenes Bad. In Renate's Frauenzimmer-Bad fand man sogar einen kleinen Garten mit Blumen und Graesern. (Dementsprechend fand man auch oefters kleine Schnecken und Wuermer, sowie Ameisen auf dem Boden....)

Sonntags, nach dem Mittagessen ging die ganze Gruppe los Richtung Pisac, einem groesseren Ort. Wir marschierten etwa 30 Minuten, und konnten die ersten Eindruecke des peruanischen Landlebens hautnah erleben. Schweine die frei auf der Strasse herumlaufen, Mototaxis, denen man ausweichen muss, die einfachen, aber schoenen Bauten. In Pisac angekommen, genossen wir das Schlendern durch den Markt. Einerseits war der touristische Handwerkermarkt, andererseits, aber auch der Markt fuer die Einheimischen. Man bekam alles ueber Farbe, Esswaren, Naehzeug, Baumaterial....... Sehr eindruecklich all dieses Leben und diese Farben.

Am Montag begann dann der Unterricht im Wohnzimmer, spaeter fuhren wir im Garten weiter.... Richtig relaxtes Lernen!
Nachmittags machte unser Schweizertrueppli (Beni, Heidi, Ursin und wir) einen Entdeckungstrip durch Taray und auf die naechste Anhoehe, von aus wir einen tollen Ausblick ueber das 'Valle Sagrado' ,das heilige Tal, hatten. Die beiden Herren wollten, noch Hoeher hinaus, wurden aber dann kurz vor dem Gipfel von Hunden angegriffen. Dementsprechend schnell war dann der Abstieg.
Die Frauen konnten dafuer beim Abstieg miterleben, wie die Kuehe und Schweine getraenkt werden: Die werden durch das Dorf zum Fluss getrieben und duerfen dort dann das kuehle Nass geniessen.

Der Lagerausflug am Dienstag Nachmittag fuehrte uns zu Salzsalinen. Nach einem halbstuendigen Aufstieg erblickten wir ein riesiges Meer an Salztuemplen. Ueber 2000 Seelis sollen dies sein! Farbenmaessig waren die ein so genialer Anblick, dass die Kamera kaum zu Pausen kam.....

Mittwochs hatten wir den Nachmittag zur freien Verfuegung. Darum entschlossen wir uns, zu viert zu den heissen Quellen nach Llamy zu fahren. Da der Taxifahrer aber das Gefuehl hatte die seien zu gefaehrlich, fuehre er uns dann einfach zu denjenigen in der Naehe von Calca. Dabei haben wir uns sooooo auf natuerliche und nicht ueberdachte Quellen gefreut! Hm, nach einer fast stuendigen Fahrt, muss man dann einfach baden gehen. Auch wenn das Wasser alles andere als einladend aussieht..... Wir habens ueberlebt!

Donnerstags war dann wieder Lagerausflug angesagt. Dieser fuehrte uns zu den Inka-Ruinen oberhalb Pisac. Die sind auch riesig und sehr schoen. Irgendwie koenntens die's fast mit Machu Pichu aufnehmen. Einfach die Bergwelt ringsherum wirkt nicht ganz so magisch.
Mit dem Bus sind wir zum Gipfel gefuehrt worden und nahmen dann den Abstieg unter die Fuesse. So liefen wir durch 4 verschiedene Doerfchen, die je von 200-300 Personen bewohnt worden sind. Dazwischen waren jeweils riesige Flaechen terrassiert. Eine Wucht, die Arbeit die auch wieder an diesem Huegel steckt!
Zum Glueck waren wir schnell genug mit dem Abstieg, dass wir just zum Zeitpunkt wo uns ein Gewitter ueberraschen wollte, in Pisac ankamen und in unser 'Stammcafe' steuerten.
Bei Kaffee, Kuchen und schlechtem Wetter draussen, kam sogar ein wenig (Vor)adventsstimmung auf!

Das Wochenende haben wir jetzt noch in Cusco verbracht und heute Abend gehts dann los, auf unsere Reiseettappe Suedamerika.

Hast du noch genuegend Schnauf, nach dem vielen Lesen? Dann viel Spass mit den Fotos! ;-)